Sondereinheit für hochinfektiöse Patienten mit erstem Einsatz

Desinfektion PersonalVerstorbener Patient mit Lassa-Fieber erfordert besondere Schutzmaßnahmen

 

Die Sondereinheit des ASB für hochinfektiöse Patienten ist erstmals im Einsatz gewesen. Grund hierfür ist der an Lassa-Fieber verstorbene Patient, der sich auf dem Gelände eines Alzeyer Bestattungsinstitutes befunden hat. Dort sollte er für die Überführung nach Afrika vorbereitet werden.

Da zwischenzeitlich aber die Lassa-Erkrankung bestätigt worden war, galt der Leichnam als hochinfektiös und das Arbeiten an der Leiche war nur unter besonderer Schutzkleidung möglich. Daher forderte das Gesundheitsamt Alzey/Worms den ASB zur Unterstützung an.

Seit 2015 ist die „Dekon-V"-Einheit beim ASB stationiert. „Dekon-V" steht dabei für Dekontamination verletzter Patienten. Sieben Helfer dieser Einheit übernahmen daraufhin den nicht ganz gewöhnlichen Einsatz und bereiteten den Leichnam gemeinsam mit einem Bestatter für die Einäscherung vor. „Die besonderen Schutzmaßnahmen sind bei Lassa-Fieber deshalb notwendig, da die Gefahr einer Krankheitsübertragung durch Schmierinfektion, also dem Kontakt mit infizierten Körperflüssigkeiten, relativ hoch ist.", so Karlheinz Pfaff, Leiter Notfalldienste beim ASB. „Deshalb haben unsere Einsatzkräfte in spezieller Schutzausstattung dem Bestatter, ebenfalls entsprechend ausgerüstet, bei der Umlagerung geholfen." Anschließend wurden alle eingesetzten Personen von einem zweiten Team des ASB auf einer sogenannten Desinfektionsstraße unter der Überwachung eines Desinfektors dekontaminiert. Die kompletten Maßnahmen wurden von zwei Ärzten des Gesundheitsamtes überwacht.


Die Zusammenarbeit zwischen allen eingesetzten Kräften funktionierte dabei reibungslos. Sowohl Gesundheitsamt als auch ASB betonten die gute Kooperation zum Wohl und zur Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in den Städten Worms und Alzey und im Landkreis.

 

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